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Interviews

EINIGUNG GESCHEITERT

 

Die Katholische Kirche ist den Piusbrüdern zu modern

 

Die erzkonservativen Piusbrüder weigern sich, das Einigungsangebot der Katholischen Kirche zu unterschreiben. Doch das bedeutet für sie ein Risiko.

Von Gernot Facius, Bonn

Es ist vorläufig der letzte Akt in dem Drama, das die katholische Welt seit Jahrzehnten in Spannung hält: Eine baldige Rückkehr der traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. in den Schoß der Kirche scheitert an dem Nein der Piusbrüder zu den Beschlüssen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) über die Ökumene und die Religionsfreiheit. Vermutet wurde es schon lange. Jetzt kam vom Generaloberen der Gemeinschaft, Bischof Bernard Fellay, die Bestätigung – auf einem eher ungewöhnlichem Weg.

Während in Rom Papst Benedikt XVI. mit dem Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal William Levada, über den Stand der Einigungsgespräche beriet, verbreitete die Bruderschaft den Text einer Predigt von Fellay im amerikanischen Winona. Die zentrale Aussage: „Wir werden das uns vorgelegte Einigungsangebot nicht unterzeichnen.“

Bislang hatten die Piusbrüder offen gelassen, wie sie sich zu der „Lehrmäßigen Präambel“ verhalten, die ihnen am 14. September 2011 von Kardinal Levada vorgelegt worden war. Darin wurde eine klare Positionierung der Traditionalisten zum kirchlichen Lehramt und zum Zweiten Vatikanischen Konzil gefordert.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 04. 02. 2012 zu Ende.

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EXORZISMUS

 

Benedikts Segen traf Besessene "wie Peitschenhieb"

 

Mit Schaum vor dem Mund, schreiend und mit hassfunkelnden Augen sollen sie vor Benedikt auf dem Petersplatz gelegen haben. Befreite der Papst zwei Männer von Dämonen?

Von Paul Badde

Es gibt das Böse. Das weiß im Vatikan jeder. Und mehr noch, es gibt natürlich auch den Bösen: den Teufel. Der Satan gilt in der Christenheit allgemein seit jeher Zeit als „Luzifer“, als gefallener Engel des Lichts, der zum Feind Gottes wurde, zum großen Verführer und Verwirrer und „Widersacher seit Anbeginn“.

Vom Bösen und einer Heerschar von Dämonen berichten nach katholischem Verständnis deshalb gewöhnlich auch die meisten Schlagzeilen aller Zeitungen, obwohl die Sache hier anders oder gar nicht benannt wird. Das Böse leuchtet fahl auf in den Morden in Ägypten, Syrien oder Afrika, aber auch in den großen und kleinen Lügen und im Betrug und Diebstahl hinter allen Krisen, die die Menschheit peinigen.

So hoch und so weit braucht allerdings keiner zu gehen, um dem „Gottseibeiuns“ zu begegnen. Das liebste Nest des Bösen, lehrt der Katechismus der Christen, ist das menschliche Herz.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 03. 02. 2012 zu Ende.

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DEUTSCHLAND

 

SPD-Justizminister setzt sich für Scharia-Recht ein

 

Islamische Schiedsgerichte sind für den rheinland-pfälzischen Justizminister Jochen Hartloff zulässig. Sie könnten dem inneren Frieden dienen, meint er.

Der rheinland-pfälzische Justizminister Jochen Hartloff (SPD) hält die Existenz islamischer Schiedsgerichte in Deutschland grundsätzlich für zulässig. „Auch die Sportgerichtsbarkeit oder die Kirchen haben eine eigene Rechtsprechung, die dem inneren Frieden dient“, sagte er.

„Wenn diese Gerichte allerdings den Anspruch haben, den Rechtsstaat und dessen Institutionen zu ersetzen, und die allgemeine Rechtsprechung keine Rolle mehr spielt, dann ist das eine kritische Entwicklung.“ Somit sei die Scharia nur in einer modernen Form akzeptabel. „Steinzeit werden wir nicht tolerieren. Steinigen ist menschenrechtswidrig“, so Hartloff der "B.Z.".

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 02. 02. 2012 zu Ende.

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DEUTSCHLAND

 

Jedes dritte Kind hat Sprachprobleme

 

Eine Million Kinder leiden unter Sprachstörungen. Krankheiten mit psychosozialem Ursprung sind im Kommen. Auch Neurodermitis boomt.

Jedes dritte Kind im Vorschulalter leidet unter Sprachstörungen. Dies zeigt der neue Arztreport der Barmer-GEK. Rund 1,1 Millionen Kinder bis 14 Jahren waren demnach 2010 deswegen in Behandlung. Das sind bundesweit 10,3 Prozent aller Kinder. Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen, die im Kindergartenalter besser sprechen lernen.

Bei den sechsjährigen Jungen leiden sogar 38 Prozent an einer "Entwicklungsstörung des Sprechens und der Sprache". Bei den gleichaltrigen Mädchen sind es 30 Prozent. Hintergrund der hohen Störungs-Quote in diesem Alter ist die anstehende Einschulung, vor der Eltern und Kinderärzte besonders auf sprachliche Fähigkeiten achten.

Eine Sprech- oder Sprachstörung wird nicht durch organische oder mentale Störungen verursacht. Sie liegt vor, wenn ein Kind nicht in der Lage ist kurze, vollständige Sätze mit angemessenen Worten zu bilden oder zu verstehen. Seit 2004 hat dieses Krankheitsbild nach Aussage der Wissenschaftler um rund 20 Prozent zugenommen.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 01. 02. 2012 zu Ende.

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ÜBERRASCHENDER ORTSWECHSEL

 

Berliner Islamisten ziehen nach Nordrhein-Westfalen

 

Der islamistische Ex-Rapper Denis C. und der österreichische Prediger Mohammed M. sind in die Kleinstädte Bonn und Solingen gezogen. Sicherheitsbehörden sind besorgt.

Von Florian Flade

Noch im November traf man Denis C. häufig in Berlin-Kreuzberg und Neukölln an. Zwischen Hermannplatz und Kottbusser Tor war der Ex-Gangsta-Rapper, der sich einst “Deso Dogg” nannte, oft bis spät in der Nacht unterwegs.

Er, der seit Jahren als islamistischer Rapper und Prediger von sich Reden macht, rief muslimische Jugendliche auf, zum wahren Glauben zu finden. Sie sollten die Finger von Alkohol, Drogen, von Rap-Musik und Partys lassen.

Jetzt scheint Denis C. alias “Abu Talha” die Missionierung seiner Berliner Mitbürger aufgegeben zu haben. Der Islamisten-Rapper hat Berlin nach über 30 Jahren den Rücken gekehrt. Die Hauptstadt, so sagte er alten Schulfreunden, sei “verloren”. Die neue Heimat von Denis C. ist das Rheinland. Nach Informationen von “Welt Online” lebt der Berliner Islamist seit einigen Wochen in Bonn.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 31. 01. 2012 zu Ende.

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IRAN GEGEN DEN WESTEN

 

"Die Herzen der Schüler sollen von Hass erfüllt sein"

 

Erschreckende Studie über iranische Schulbücher: Der Iran siegt demnach immer – durch Erreichen einer islamischen Weltherrschaft oder kollektives Märtyrertum.

Von Hans Rühle

Es sind die alten Männer in Teheran, die Etablierten, die die iranische Politik bestimmen. Mit einem Regimewechsel, zumal der Übergabe an eine jüngere Generation, könnte die neue Regierung endlich Reformen durchsetzen und außenpolitisch weniger konfliktorientiert auftreten – so die Hoffnung vieler Beobachter. Eine Analyse aktueller iranischer Schulbücher lässt jedoch Zweifel aufkommen.
 
Der US-Wissenschaftler Arnon Groiss hat im Auftrag des Center for Monitoring the Impact of Peace 95 im Jahr 2004 erschienene Schulbücher für alle Jahrgänge und 20 überwiegend nach dem Jahr 2000 erschienene Lehrerhandbücher ausgewertet, auf 300 Seiten mit mehr als 1000 Textbeispielen.

Die Ergebnisse sind erschreckend. Und zugleich ernüchternd, weil die untersuchten Schulbücher alle in der Regierungszeit des „Reformers“ Chatami erarbeitet und eingeführt wurden. Der Versuch Chatamis, mit einem neuen Schulfach „Dialog der Kulturen“ die seit 1979 verordnete Indoktrination aufzubrechen, ist offensichtlich gescheitert. Alle Schulbücher und Lehrerhandbücher sind ganz im Geist der islamischen Revolution Khomeinis verfasst. Er ist dann auch der Kronzeuge für alle Forderungen an die junge Generation.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 30. 01. 2012 zu Ende.

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AFGHANISTAN

 

Frau erwürgt, weil sie nicht den erhofften Sohn bekam

 

Die Geburt ihrer dritten Tochter war das Todesurteil für eine 28-jährige Afghanin. Weil sich der Ehemann einen Sohn erhofft hatte, erwürgte er die Frau.

Ein afghanischer Mann hat seine Frau umgebracht, weil sie eine Tochter statt des erhofften Sohnes geboren hat.

Die 28-Jährige sei von dem Mann und ihrer Schwiegermutter erwürgt worden, teilte die Polizei in der Provinz Kundus mit, in der auch Bundeswehr-Soldaten stationiert sind.

Der Vorfall habe sich am Samstag im Dorf Mohasili ereignet. Den Angaben zufolge hatte der Mann auf einen Sohn gehofft.

Seine Frau gebar aber zum dritten Mal eine Tochter. Während die Schwiegermutter festgenommen worden sei, verstecke sich der Mann vermutlich bei anderen Mitgliedern einer Miliz.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 30. 01. 2012 zu Ende.

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GEBETSSTREIT AN US-SCHULE

 

Jessicas Kreuzzug

 

Ein Schulgebet empört in den USA eine ganze Stadt: Das fromme Sprüchlein hängt als Banner in der Aula und gehört dort nicht hin, entschied ein Gericht. Die Schülerin, die das Gebet abdecken ließ, gilt einigen Gläubigen jetzt als meist gehasste Person im Bundesstaat Rhode Island.

In den USA hat eine 16-jährige Schülerin eine Stadt gegen sich aufgebracht: Jessica Ahlquist aus Cranston, einer 80.000-Einwohner-Stadt im Bundesstaat Rhode Island, ärgerte sich über ein Gebet in ihrer Schule, der Cranston High School West. Ziemlich prominent hängt es seit fast 50 Jahren in der Aula, geschrieben auf einem rund zweieinhalb Meter langen Banner.

"Unser himmlischer Vater", steht dort, und sinngemäß geht es erbaulich weiter: Hilf uns dabei, jeden Tag unser Bestes zu geben, geistig, moralisch und physisch zu wachsen, freundlich und hilfsbereit zu unseren Mitschülern und Lehrern zu sein. Gott soll dabei helfen, den Wert der Freundschaft zu erkennen und zu lächeln, auch wenn man mal verliert. Und natürlich: "Amen".

Wegen Jessica Ahlquist ist dieses Gebet nun verhüllt. Deswegen bezeichnete ein Abgeordneter sie in einer Radioshow als "böses, kleines Ding", örtliche Blumenhändler weigern sich, ihr Rosen von Unterstützern auszuliefern, und die Polizei eskortierte sie schon zur Schule.

Lesen Sie hier den Beitrag aus SPIEGEL Online vom 29. 01. 2012 zu Ende.

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PSYCHOLOGIE

 

Wie Verschwörungstheoretiker ticken

 

Osama Bin Laden lebt noch. Und ist seit vielen Jahren tot. Wer gern Verschwörungstheorien anhängt, sieht darin keinen Widerspruch. Psychologen wollten herausfinden, wie Menschen ticken, die hinter jedem Geschehen böse Mächte wittern. Jetzt legten sie ihre Studie vor.

Die Regierung belügt uns. Ständig. Große Konzerne beherrschen uns und verschleiern, was tatsächlich in der Welt passiert. Nimmt man diese Vorstellungen als Grundlage, dann erscheinen viele Verschwörungstheorien plausibel.

Genau das könnte der Grund sein, warum manche Menschen nicht nur einer Verschwörungstheorie anhängen, sondern jede weitere freudig begrüßen - und offiziellen Aussagen sofort misstrauen - egal ob es um geheimgehaltene Aliens oder Autismus auslösende Impfstoffe geht.

Eine Studie britischer Psychologen unterstreicht diese Idee: Denn dort zeigte sich, dass Studenten gleichzeitig sich ausschließende Verschwörungstheorien für wahrscheinlich hielten, wie die Forscher im Fachmagazin "Social Psychological & Personality Science" berichten.

Lesen Sie hier den Beitrag aus SPIEGEL Online vom 28. 01. 2012 zu Ende.

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WELTWIRTSCHAFTSFORUM

 

Davos-Begründer rechnet mit dem Kapitalismus ab

 

Topmanager und Staatschefs diskutieren in Davos die Probleme der Welt. Für die Wirtschaftselite könnte das Treffen ungemütlich werden.

Von Ileana Grabitz

Zwei düstere Jahre lang hatten die Sorgen um die globale Wirtschaftskrise die Gespräche beim Jahrestreffen der Wirtschaftselite in Davos dominiert; 2011 aber standen die Zeichen endlich auf Aufbruch: Als sich vor ziemlich exakt einem Jahr die mächtigsten Vertreter aus Politik und Wirtschaft auf den Weg in den Graubündner Luftkurort machten, um dort über die Lage der Weltwirtschaft zu diskutieren, war die Stimmung – wohl auch dank überwiegend gut gefüllter Auftragsbücher – so gut wie seit Jahren nicht mehr.

Entsprechend euphorisch rief der Gründer des Weltwirtschaftsforums (WEF), Klaus Schwab, dazu auf, den entspannten Moment möglichst produktiv zu nutzen: Nachdem man sich angesichts der Rezession zuletzt vorwiegend mit akutem Krisenmanagement befasst habe, sagte der 73-Jährige, sei es nun die Aufgabe, die neue Komplexität richtig zu erfassen.

Im zweiten Schritt gehe es darum, „nach Lösungen zu suchen, die die Probleme nicht isoliert, sondern in Gesamtzusammenhängen betrachten.“ Allein: Die Ereignisse des vergangenen Jahr nähren mehr denn je Zweifel, dass die Welt diesem Ziel auch nur ein Stück näher gekommen ist. Wenn sich ab Mittwoch die globale Elite abermals in dem kleinen Schweizer Skiort einnistet, wird die Rückkehr der Krisenstimmung nicht zu übersehen sein.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 25. 01. 2012 zu Ende.

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„WIR KÄMPFEN; WIR EROBERN“

 

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Islamisten-Rapper

 

Weil Denis C. in seinen Liedern zum "Heiligen Krieg" aufruft, wird nun gegen ihn ermittelt. Der Rapper hält Osama Bin Laden für "den schönsten Märtyrer dieser Zeit".

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den islamistischen Rapper Denis C. alias "Abu Talha" wegen Volksverhetzung eingeleitet. Dies bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin auf Nachfrage von "Welt Online: "Ja, ein Ermittlungsverfahren gegen Herrn C. läuft."

Der ehemals als "Deso Dogg" bekannt gewordene Rap-Musiker Denis C. engagiert sich seit einigen Jahren in der islamistischen Szene als Prediger und Sänger sogenannter "Nashids", Acapella-Lieder mit religiösem Inhalt. Die deutschsprachigen Songs des 36-jährigen Berliners werden u.a. auf der Videoplattform YouTube verbreitet. Bei den Liedern bestehe laut Staatsanwaltschaft der Verdacht des volksverhetzenden Inhalts.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 24. 01. 2012 zu Ende.

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STUDIE IN DEUTSCHLAND

 

Jeder Fünfte ist „latent judenfeindlich“

 

Judenfeindlichkeit galt lange als Randphänomen. Ein Expertengremium kommt jetzt aber zu dem erschreckenden Ergebnis: Antisemitismus ist mitten in der deutschen Gesellschaft vorhanden. Jeder fünfte Deutsche gilt zumindest als latent judenfeindlich.

Judenfeindliche Einstellungen sind nach Einschätzung von Experten in „erheblichem Umfang“ bis in die Mitte der deutschen Gesellschaft hinein verankert. Bei etwa einem Fünftel der Bevölkerung gebe es einen latenten Antisemitismus. Zu diesem Ergebnis kommt der am Montag in Berlin vorgestellte Antisemitismusbericht, den ein unabhängiges Expertengremium zum ersten Mal im Auftrag des Bundestages erstellte. Die Wissenschaftler forderten die Politik auf, entschlossen Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

„Antisemitismus in unserer Gesellschaft basiert auf weit verbreiteten Vorurteilen, tief verwurzelten Klischees und auf schlichtem Unwissen über Juden und das Judentum“, sagte der Wissenschaftler Peter Longerich. Die Verbreitung des Gedankengutes – insbesondere über das Internet – sei kaum zu verhindern.

Lesen Sie hier den Beitrag aus FOCUS Online vom 23. 01. 2012 zu Ende.

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TERROR IN NIGERIA

 

Christenjäger töten weiter

 

Noch sind die Opfer der Anschlagserie vom Freitag nicht gezählt, da setzen Nigerias Terroristen das Morden fort. Bewaffnete haben Kirchen angegriffen, mindestens elf Menschen starben.

Bei den Unruhen im muslimischen Norden Nigerias sind erneut Sprengsätze in zwei christlichen Kirchen explodiert. Im Bundesstaat Bauchi starben in der Nacht zum Sonntag elf Menschen bei bewaffneten Angriffen auf zwei Kirchen und auf Polizisten. Hintergrund seien vermutlich auch Stammesrivalitäten, sagte der Polizeichef von Bauchi. Den Angaben zufolge waren ein katholisches und eine evangelikales Gotteshaus Ziele der Attacken. Zur Identität der Angreifer äußerte sich der Sprecher zunächst nicht.

Ein Arzt im größten Krankenhaus der Stadt Kano sagte indes, bei den dortigen schweren Unruhen vom Freitagabend seien vermutlich etwa 250 Menschen getötet worden. Zuvor war von mehr als 160 Todesopfern die Rede gewesen. Die Polizei, die das Ausmaß der Anschläge in der Millionenstadt zunächst heruntergespielt hatte, sprach von 120 Toten.

Bei einer Attacke auf eine Bank gegenüber einer Polizeiwache in der Stadt Tafawa Balewa sollen am Sonntag nach offiziellen Angaben zudem mindestens zehn weitere Menschen gestorben sein. Ein christlicher Stammesführer hatte zuvor von neun Todesopfern gesprochen, die von muslimischen Kämpfern durch Handgranaten und Schüsse getötet worden seien.

Lesen Sie hier den Beitrag aus FOCUS Online vom 22. 01. 2012 zu Ende.

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TERROR

 

Christenjäger stürzen Nigeria ins Chaos

 

Die Sekte rekrutiert ihre Kämpfer im bettelarmen Norden Nigerias - und schickt sie auf Todesmissionen gegen Christen. Mindestens 120 Menschen starben bei den jüngsten Anschlägen der radikalen Boko-Haram-Gruppe. Längst hat sie weltweit Kontakte zu anderen islamistischen Terroristen geknüpft.

Hamburg - Die Terroristen tragen ihre Botschaft im Namen. "Boko Haram" bedeutet übersetzt in etwa "Die westliche Lehre ist Sünde". Unter diesem Motto macht die radikalislamische Sekte seit Jahren Jagd auf Christen, vor allem im Norden Nigerias. Am Freitag ließen Mitglieder der Vereinigung in der Millionenmetropole Kano Sprengsätze explodieren - mindestens 120 Menschen, so berichten lokale Krankenhäuser, kamen bei der straff durchgeplanten Anschlagsserie ums Leben. Ein BBC-Reporter berichtet sogar von mehr als 150 Toten.

Die Anschläge hatten unmittelbar nach den Nachmittagsgebeten begonnen. Unter anderem fuhr ein Selbstmordattentäter mit seinem Auto auf das Gelände des regionalen Polizeihauptquartiers und zündete seinen Sprengsatz. Die Wucht der Detonation war kilometerweit zu spüren. Sie riss das Dach des Gebäudes weg und zerstörte alle Fensterscheiben des Hauses. Ein Sprecher von Boko Haram erklärte, die Festnahme von Sektenmitgliedern sei der Grund für die Attentate gewesen.

Lesen Sie hier den Beitrag aus SPIEGEL Online vom 21. 01. 2012 zu Ende.

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EUROVISION SONG CONTEST

 

Türkei streitet über jüdischen Sänger für Baku

 

Der bislang weitgehend unbekannte Musiker Can Bonomo aus Izmir soll für das Land in Baku auftreten. Vertreter des Islams kritisieren die Entscheidung scharf.

In der Türkei sorgt die Auswahl eines jüdischen Sängers als Vertreter des Landes beim Eurovision Song Contest in Baku für Diskussionen. Zahlreiche islamische Vertreter kritisierten die Entscheidung des für die Nominierung zuständigen Staatssenders TRT scharf. Sie bemängelten vor allem, dass die überwiegend muslimische Türkei beim Eurovisions-Wettbewerb von einem Juden vertreten werde.

Der bislang weitgehend unbekannte Musiker Can Bonomo kommt aus dem westtürkischen Izmir und bezeichnet sich als Angehöriger der sephardischen Juden, deren Vorfahren im 15. Jahrhundert aus Spanien nach Anatolien flohen.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 20. 01. 2012 zu Ende.

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„GOLGOTA PICNIC"

 

Skandalstück in Hamburg empört Christen

 

Als „satanisches“, „gotteslästerliches“ Werk bezeichnen fundamentale Christen das Stück „Gólgota Picnic“. Regisseur Rodrigo García muss sich sogar Morddrohungen gefallen lassen. Nun holt das Hamburger Thalia Theater das Stück in die Hansestadt – und handelt sich reichlich Ärger ein.

Von FOCUS-Online-Redakteur Sebastian Heis

Die Leitung des Hamburger Thalia Theaters wusste, auf was sie sich einlässt, als sie „Gólgota Picnic“ auf den Spielplan setzte. Denn das Stück des argentinischen Regisseurs Rodrigo García, das am kommenden Montag als Gastspiel in der Hansestadt aufgeführt wird, hat bereits in Frankreich und Österreich heftigen Wirbel verursacht. Hunderte fundamentale Christen demonstrierten während der Aufführung des Stückes auf den Straßen in Toulouse, Paris und Graz. Sie trugen demonstrativ Kreuze durch die Stadt und wandten sich in Gebeten gegen die Inszenierung. Doch es blieb nicht nur bei friedlichen Kundgebungen. García bekommt ständig E-Mails mit massiver Kritik und sogar Morddrohungen.


Nun müssen sich auch die Verantwortlichen im Hamburger Thalia Theater mit heftiger, zum Teil menschenverachtender Kritik auseinandersetzen. Etliche E-Mails landen im Postfach. In Protestnoten wird das Theater aufgefordert, das Stück abzusetzen. Die Aufführung erfülle den Tatbestand der Volksverhetzung, betreibe Blasphemie und Pornografie, heißt es in den E-Mails. Formulierungen wie: „Was Sie da aufführen, ist wahrlich ein satanisches Werk!“ bezeichnet das Theater als relativ harmlos. Auch Drohungen sind an der Tagesordnung wie: „Bedenken Sie bitte auch, dass Gott Seiner nicht spotten lässt. Auf irgendeine Weise wird Er eine solche Beleidigung rächen, und wer weiß, wen diese Vergeltung dann trifft. Vermutlich alle, die daran beteiligt waren, aber vielleicht auch diejenigen, die dazu geschwiegen haben.“

Lesen Sie hier den Beitrag aus FOCUS Online vom 17. 01. 2012 zu Ende.

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ÖKUMENE IN TRIER

 

Der "Heilige Rock" ist kein "Teufelsspuk" mehr

 

Die Wallfahrt zum "Heiligen Rock" ist ein riesiges katholisches Spektakel. Statt wie früher dagegen zu wettern, empfiehlt die evangelische Kirche die Teilnahme.

Von Gernot Facius, Bonn

So ändern sich die Zeiten. Martin Luther spottete über die „Bescheißerei von Trier“. Wallfahrten wie die zum „Heiligen Rock“ in Deutschlands ältester Stadt waren für ihn reiner „Teufelsspuk“. 500 Jahre später haben Luthers geistige Nachfahren dieses Urteil revidiert, ihre Vorbehalte schrumpfen auf ein Minimum zusammen.

Die Evangelische Kirche im Rheinland, zweitgrößte protestantische Landeskirche, ermuntert ihre Mitglieder zur Teilnahme an der Pilgerfahrt vom 13. April bis 5. Mai; sie folgt einer Einladung des Trierer katholischen Bischofs Stephan Ackermann. Präses Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der EKD, spricht von „einer Chance, den einen Herrn der Kirche, Jesus Christus, als die gemeinsame Mitte zu feiern“.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 16. 01. 2012 zu Ende.

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US-VORWAHL-KAMPF

 

Amerikas religiöse Rechte unterstützt Romney-Rivalen

 

Die Evangelikalen scharen sich im Vorwahl-Kampf der US-Republikaner um Rick Santorum. Schlecht für Favorit Romney. Denn die Rechten haben Gewicht.

Die religiöse Rechte hat sich im US-Vorwahl-Kampf auf den ultrakonservativen Bewerber Rick Santorum als ihren Wunschkandidaten verständigt. Auf der Suche nach einer Alternative zu Mitt Romney, dem als vergleichsweise moderat geltenden Favoriten im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner, sicherten am Samstag 150 strenggläubige christliche Wortführer dem ehemaligen Senator von Pennsylvania ihre Unterstützung zu.

Die Einigung kam überraschend, da auch der fühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, und der Gouverneur von Texas, Rick Perry, in der Gruppe viel Sympathie genießen. Die Empfehlung kommt für Santorum gerade rechtzeitig: In einer Woche findet in South Carolina die dritte Vorwahl statt. Bei der letzten Präsidentschaftswahl vor vier Jahren bezeichneten sich in dem Bundesstaat etwa 60 Prozent der Wähler selbst als evangelikale Christen.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 15. 01. 2012 zu Ende.

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