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Interviews

DEMO  IN  KÖLN

 

Warum so viele Deutschtürken Erdogan verehren

 

Es ist unklar, ob die Erdogan-Demonstration in Köln stattfindet. Sicher ist, dass Tausende für den Präsidenten auf die Straße wollen. Was begeistert in Deutschland geborene Menschen an diesem Mann?

"Irrsinn", "Skandal", "Missbrauch" – so wettern Kölner Leserbriefschreiber seit Tagen gegen die für Sonntag geplante Pro-Erdogan-Demonstration. Mehr als 15.000 Teilnehmer will die Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) dafür zusammen mit anderen türkischen Gruppen mobilisieren. Die UETD gilt als verlängerter Arm der AKP, der Partei des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Das Thema der Kundgebung lautet "Militärputsch in der Türkei". Mitte Juli war in dem Land ein Umsturzversuch von Teilen der Streitkräfte gescheitert.

Die Polizei in Köln hält es für möglich, dass die Veranstaltung noch deutlich mehr Teilnehmer anziehen wird. 2000 Polizisten sind schon zum Sonntagsdienst eingeteilt. Der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies schließt ein Verbot nicht aus . "Im Augenblick sehe ich keine Gründe für ein Verbot", sagte Mathies in Köln. Sollten aber Mitglieder der türkischen Regierung eingeflogen werden, könne dies in der derzeitigen hoch aufgeladenen Situation unter Umständen dazu führen, dass die öffentliche Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden könne.

Köln ist oft Schauplatz türkischer Kundgebungen, weil es dafür günstig liegt. Allein in Nordrhein-Westfalen leben eine Million Menschen mit türkischen Wurzeln, die meisten im Ruhrgebiet. Fast alle türkischen und muslimischen Verbände haben in Köln ihren Sitz, darunter die Ditib, die direkt der türkischen Religionsbehörde untersteht. "Köln ist quasi die Hauptstadt der Türkeistämmigen in Westdeutschland", erklärt Yunus Ulusoy vom Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung der Universität Duisburg-Essen.

Verärgert über deutsche Medien

Warum verspüren Menschen, die schon in zweiter oder dritter Generation in Deutschland leben, ausgerechnet jetzt das Bedürfnis, für Erdogan auf die Straße zu gehen? UETD-Generalsekretär Bülent Bilgi sagt, es gehe letztlich gar nicht um Erdogan, sondern um den vereitelten Putsch. Viele Migranten seien verärgert darüber, wie die deutschen Medien darüber berichteten. "Man sagt, ok, es gab einen Putsch, es sind 264 Menschen gestorben, aber das wischt man sofort beiseite und tut so, als wäre das eine Nebensächlichkeit."

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TÜRKEI

 

"Säuberungswelle" erschwert den Kampf gegen den IS

 

Knapp 16.000 Menschen sind in der Türkei festgenommen worden. Darunter auch Ansprechpartner des US-Geheimdienstes. Das erschwere die Kooperation mit der Türkei im Kampf gegen den Islamischen Staat.

Die "Säuberungswelle" im türkischen Militär erschwert aus Sicht des US-Geheimdienstdirektors James Clapper den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) . "Es hat einen Effekt, weil alle Bereiche des türkischen Sicherheitsapparat betroffen sind", sagte Clapper am Donnerstag bei einer Sicherheitskonferenz in Aspen auf eine entsprechende Frage.

"Viele unserer Ansprechpartner wurden aus dem Weg geräumt oder festgenommen. Es steht außer Frage, dass das unsere Kooperation mit den Türken zurückwerfen und schwieriger machen wird."

Nach türkischen Regierungsangaben wurden seit dem Putschversuch vor zwei Wochen mehr als 15.800 Menschen festgenommen, etwa 10 000 davon aus dem Militär. Insgesamt wurde gegen mehr als 8100 davon Haftbefehl erlassen, rund 3000 wurden freigelassen.

Wichtiger Partner im Kampf gegen den IS

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan entließ in der Nacht zum Donnerstag per Dekret 1684 Offiziere unehrenhaft aus den Streitkräften, 149 davon im Generalsrang. Das entspricht weit mehr als einem Drittel aller Generäle des Nato-Mitglieds.

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SOMMERPRESSEKONFERENZ

 

Die 10 wichtigsten Sätze von Angela Merkel

 

Nach den jüngsten Gewalttaten in Deutschland und der schärfer werdenden Debatte über ihre Flüchtlingspolitik hat sich Kanzlerin Angela Merkel bei ihrer traditionellen Sommer-Pressekonferenz in Berlin geäußert. FOCUS Online erklärt ihre wichtigsten Sätze.

Von FOCUS-Online-Korrespondentin Martina Fietz

Die zentralen Sätze von Angela Merkel – und was sie damit meinte:

1. Merkel sagte: „Ich bin heute wie damals davon überzeugt, dass wir es schaffen, unserer historischen Aufgabe - und dies ist eine historische Bewährungsaufgabe in Zeiten der Globalisierung - gerecht zu werden. Wir schaffen das. Und wir haben im Übrigen in den letzten elf Monaten sehr, sehr viel bereits geschafft.“

Was Merkel meint: Die Bundeskanzlerin ist davon überzeugt, dass Deutschland als wirtschaftlich starkes Land in der Lage ist, die Herausforderungen zu meistern, die die weltweite Fluchtbewegung auslöst. Diese ist für Angela Merkel eine Folge der Globalisierung, von der Deutschland insgesamt bislang profitiert hat. Sie sieht es einerseits als humanitäre Verpflichtung an, Menschen in Not zu helfen. Andererseits sieht sie den staatlichen Auftrag, politisch Verfolgten Asyl und Flüchtlingen Schutz zu gewähren. Eine Relativierung ihres Satzes „Wir schaffen das“ war vor diesem Hintergrund nicht zu erwarten.

2. Merkel sagte: „Ich glaube, dass wir in einem Kampf oder meinetwegen auch in einem Krieg gegen den IS sind.“

Was Merkel meint: Sie will auf keinen Fall den Eindruck zu erwecken, sie rede die Lage in Deutschland schön.

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HITLERS  BRAUNE  PFARRER

 

Warum so viele Kirchenmänner die Nazis unterstützten

 

Wer heute an die Kirchen und den Nationalsozialismus denkt, denkt in erster Linie an den heroischen Kampf wackerer Kirchenmänner gegen Unterdrückung, Judenverfolgung und Massenmord. FOCUS-Online-Autor Armin Fuhrer erklärt: Viele Kirchenmänner aber waren auch überzeugt und begeistert vom Nationalsozialismus.

Von FOCUS-Online-Autor Armin Fuhrer

Als die deutsche Wehrmacht in den Krieg gegen Polen und später gegen die Sowjetunion zog, wollte Adolf Hitler keine Seelsorger dabeihaben, die von den Kirchen gestellt wurden. Die Nationalsozialisten wollten spätestens nach dem Krieg die Kirchen möglichst beseitigen – einzige Religion sollte zukünftig der Glaube an den „Führer“ sein.

Ein seelsorgerischer Einsatz an der Front hätte die Verbundenheit der Soldaten mit den Geistlichen vielleicht gestärkt. Viele – vor allem protestantische – Kirchenmänner hinderte das nicht daran, ihren Glauben in den Dienst der nationalsozialistischen Bewegung zu stellen. So galt ihnen der Kampf vor allem gegen den Bolschewismus nicht nur als eine nationalsozialistische Aufgabe, sondern auch als ein „Kreuzzug“ im Namen der Christenheit.

Diese geistige Mobilmachung für Volk und Vaterland hatte Tradition

Schon im Ersten Weltkrieg hatten tausende deutsche Geistliche sich mit Begeisterung der nationalen Sache – oder was sie dafür hielten – zur Verfügung gestellt. An der propagandistischen Spitze hatten damals die vier Hof- und Domprediger in der Reichshauptstadt Berlin gestanden.

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WELTJUGENDTREFFEN

 

Der Papst kommt in ein Land in Aufruhr

 

Auch in Polen, einem Kernland des Katholizismus, kriselt es in der Kirche. Kann sie die Bindungskraft im 21. Jahrhundert halten? Das katholische Weltjugendtreffen findet in Zeiten des Terrors statt.

Von , Osteuropa-Korrespondent

Wer in den letzten Tagen gereist ist, konnte es erleben: Die Züge nach Polen sind voll von Pilgern. Junge Franzosen, Italiener und Spanier strömen in unser Nachbarland. Venezolaner und Inder bevölkern die polnischen Städte; für viele dieser jungen Christen ist es ihre erste Europareise.

In Polen findet diese Woche das katholische Weltjugendtreffen statt. Auch Franziskus I. kommt für vier Tage hinzu. Die Kulisse dafür bietet Krakau, die alte Haupt- und Königsstadt: ein Glanz von Mittelalter und Renaissance. Wenigstens die Bausubstanz hat den Zweiten Weltkrieg fast unbeschadet überdauert.

Für die Menschen galt das leider weniger. Hier hat der junge Karol Wojtyla den Nazi-Terror gesehen; er selbst kam mit einer Verletzung davon, als er von einem Lastwagen der deutschen Wehrmacht angefahren wurde. Heute schwebt sein guter Geist über der Stadt; er war es, der 1985 als Papst Johannes Paul II. die Jugendtreffen ins Leben rief.

300.000 junge Katholiken kommen nach Auschwitz

Aber Krakau ist, jeder Tourismusveranstalter weiß es, auch das ideale Sprungbrett für einen Besuch in Auschwitz. Die Gedenkstätte, Polens meistbesuchtes "Museum", ist diese Woche für die jungen Pilger reserviert. 300.000 von ihnen haben ihr Interesse angemeldet. Franziskus kommt am Freitag nach Auschwitz.

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„VOLTAIRE  WÜRDE  SICH  IM  GRABE  UMDREHEN“

 

Französischer Verlag zieht islamkritisches Buch zurück

 

Im September sollte in Frankreich das umstrittene Buch "Der islamische Faschismus" von Hamed Abdel-Samad erscheinen. Jetzt will der Verlag das Buch doch nicht veröffentlichen - aus Angst.

In Deutschland war das Buch "Der islamische Faschismus" des deutsch-ägyptischen Publizisten Hamed Abdel-Samad ein Bestseller. In Frankreich wird es aber nicht erscheinen. Der französische Verlag Piranha nimmt die für September geplante Veröffentlichung zurück.

In einer Pressemitteilung schreibt der Verlag, die Entscheidung stehe im Zusammenhang mit der Terrorattacke von Nizza. Man wolle nicht Wasser auf die Mühlen der extremen Rechten gießen. In dem soziopolitischen Klima, das derzeit in Frankreich herrsche, sei eine friedliche und vernünftige Diskussion über das Buch nicht möglich, heißt es in der Mitteilung. Und weiter: "Dies ist keine Form der Selbstzensur."

Das sieht Hamed Abdel-Samad anders. In einem Beitrag für den Blog "Die Achse des Guten" wirft er Piranha vor, sich der Einschüchterungstaktik der Islamisten zu beugen. Er schreibt: "Voltaire würde sich im Grabe umdrehen, wenn er erfahren würde, welches Verständnis von Toleranz und Meinungsfreiheit einige Kulturschaffende in seinem Land 230 Jahre nach seinem Tod haben!"

Lesen Sie hier den Beitrag aus SPIEGEL Online vom 27. 07. 2016 zu Ende.

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ANSCHLAG  IN  DER  NORMANDIE

 

Muslime sollten sich jetzt nicht nur distanzieren

 

Nach dem Attentat in der Normandie braucht es jetzt nicht die hundertste Distanzierung islamischer Verbände vom IS. Es braucht erkennbare Anstrengungen, das Desaster dieser Religion zu überwinden.

Von Politikredakteur

Der Pfarrer von Saint-Étienne-du-Rouvray ist ein Märtyrer des Glaubens an Jesus Christus. Der 86-Jährige, der am Dienstag von islamistischen Killern während der Messe in der Kirche hingemetzelt wurde , ist aber nicht der einzige christliche Märtyrer der Gegenwart. In der arabischen Welt, in Afrika und Indonesien sind in den vergangenen Jahren Hunderte Priester, Pastoren und Ordensleute – darunter Europäer, die vor Ort besonders Muslimen viel Gutes getan hatten – ermordet und zu Märtyrern gemacht worden.

An dieser christlichen Liebe wird das Kalkül der Islamisten, durch eine Schreckenstat wie die in der Normandie die Christen in einen Krieg der Religionen zu zwingen, selbstverständlich scheitern. Die Kirchen und die Gläubigen werden sich schon wegen des Leidens der Märtyrer nicht vom IS zur Aggression verleiten lassen.

Grausamkeiten im Namen des Islam

Und von ihrer Fürsorglichkeit gegenüber Flüchtlingen werden sie sich auch nicht vom AfD-Europaabgeordneten Marcus Pretzell abbringen lassen, der am Dienstag auf Twitter einen neuen Tiefpunkt der Widerlichkeit markierte, indem er hämisch schrieb: "'Refugees Welcome'-Schilder an Kirchen führen offenbar zu Fehlinterpretationen. Willkommenskultur tötet!" Wie heißt es in Paul Gerhardts Passionslied? Jesu Haupt sei "zum Spott gebunden". Christus erduldete dies.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 26. 07. 2016 zu Ende.

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TERRORANGST

 

Der IS hat jetzt schon sein Ziel erreicht

 

Wir lassen uns unsere Gesellschaft nicht vom Terror kaputt machen, heißt es. Von wegen! Die Reaktion auf die Anschläge in Deutschland zeigt: Der IS hat geschafft, was er wollte - er verbreitet Furcht.

Von Europakorrespondent

Wir werden uns unsere freiheitliche Lebensweise nicht zerstören lassen. Nach der Bombenexplosion von Ansbach, dem Amoklauf in München, nach dem Blutrausch eines Asylbewerbers im Zug nach Würzburg und erneuten islamistischen Attentaten in Rouen und 84 Toten in Nizza , ist das leicht gesagt. Aber nur schwer getan.

Wer geht gerade heute noch ohne mulmiges Gefühl in ein Einkaufszentrum? Wer mischt sich noch unbeschwert zu Feuerwerk in eine Menschenmasse? Noch drastischer: Fühle ich mich in einem beliebigen Zug noch sicher? Unmöglich, dass ein Mitreisender unter arabischen Segensformeln auf mich zuspringt, um mich totzuschlagen?

Diese Furcht, dieses Unbehagen am gewöhnlichen Sozialleben ist es, was die Terroristen des IS in Europa herstellen wollten. Egal, was wir uns einreden: Sie haben es bereits geschafft. Die nächtliche Panik in der Münchener Innenstadt weit weg vom eigentlichen Tatort zeugt davon.

Feste, Menschenmassen, Feuerwerke, Konzerte – das alles gehört zu unserer Kultur. Und die geht tatsächlich weiter. Aber etwas anders. Kein Veranstalter kann heute auf aufwendige Schutzmaßnahmen verzichten. Bei den Kontrollen vor einem Popkonzert geht es zu wie bei einer Flugreise, die vor vielen Jahren auch ein harmloses Sicherheitsrisiko war. Heute werden vor dem Museumsbesuch wie selbstverständlich Handtaschen kontrolliert.

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INTERNATIONALE  PRESSE

 

"Die enormen Risiken der deutschen Willkommenskultur"

 

Nach dem Anschlag in Ansbach wird auch international über die Folgen diskutiert. Europa verwandele sich immer schneller in eine Festung. Auch die Risiken der "Willkommenskultur" rücken in den Fokus.

Nach dem Bombenattentat in Ansbach rücken stärkere Sicherheitsmaßnahmen und mögliche Folgen für die Asylpolitik in den Blick. Der Täter war ein Flüchtling aus Syrien , der bei der von ihm ausgelösten Explosion getötet wurde. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen und prüft, ob der 27-Jährige Mitglied in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) war. Nach Erkenntnissen der Behörden legt dies ein Bekennervideo auf dem Handy des Mannes nahe. Die internationale Presse erwartet nun eine entsprechende Reaktion von Deutschland.

"Sud Ouest", Bordeaux: Hoffnung auf mehr deutsches Engagement gegen Terror

"Deutschland war das letzte große europäische Land, dem der islamistische Massenterrorismus erspart geblieben war. … Beide Anschläge hat der Islamische Staat für sich beansprucht, zu dem die beiden Killer sich bekannt haben. … Diese Alleintäter sind nicht nur Amokläufer. Aus Syrien oder Afghanistan gekommen, erleben sie mit voller Wucht den Schock des Gegensatzes zwischen einer fundamentalistischen oder strengen Gesellschaft und diesem Westen der Freiheiten und der Versuchungen. … Man muss hoffen, dass diese Terrorwelle auf der anderen Seite des Rheins zu einer Einsicht führt. Und dass Deutschland mit seiner wirtschaftlichen Stärke sich nicht mehr damit begnügt, den einfachen Zuschauer im unerbittlichen Kampf zu spielen, der gegen den internationalen Terrorismus geführt werden muss."

"Adevarul", Bukarest: EU wird wegen Terroranschlägen massiv Migranten ausweisen

"Es ist klar, dass die Idee eines Europas der Ruhe, des Wohlstands und der Entwicklung stirbt, ebenso wie der europäische Plan einer Projektion all dieser Dinge nach außen. Voraussichtlich wird es eine Reaktion des harten Durchgreifens geben – bestehende Regeln werden strenger angewandt und ein Prozess des Ausweisens illegal gekommener Migranten wird beginnen, von Hunderttausenden, die kein Asylrecht bekommen haben. … Europa verwandelt sich immer schneller in eine Festung – es ist der einzige kurzfristige Weg zum Überleben."

"De Tijd", Brüssel: Im Kampf gegen Terrorismus kühlen Kopf bewahren

"In Zeiten großer Unruhe braucht man ein heißes Herz und einen kühlen Kopf und nicht umgekehrt. Darum scheint das deutsche Herangehen an den Terrorismus einen besseren Leitfaden zu bieten als das französische. Nach Frankreich und Belgien ist nun Deutschland an der Reihe. In der vergangenen Woche sind die Deutschen viermal durch brutale Gewalt aufgeschreckt worden, wobei drei Täter und neun Opfer ums Leben kamen. Der IS behauptet, hinter zwei der vier Anschläge zu stecken. Die deutsche politische Klasse reagierte auffallend kühl und besonnen.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 26. 07. 2016 zu Ende.

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EX-US-BOTSCHAFTER

 

"In Deutschland leugnet man die deutsche Identität"

 

Für John Kornblum, den früheren US-Botschafter und Transatlantiker, ist Hillary Clinton die Beschützerin der USA, eine Festung wie Angela Merkel. Trump - deutschstämmig wie er selbst - sei chancenlos.

Von Ressortleiterin Meinung/Forum

Die Welt: Donald Trump hat es geschafft, Präsidentschaftskandidat der Republikaner zu werden. Hätten Sie das für möglich gehalten? Und was heißt es genau?

John Kornblum: Vor einem Jahr nicht. Niemand hätte das. Ich glaube, selbst Trump nicht. Sein Erfolg ist ein Zeichen einer Entwicklung in der westlichen Welt im Gefolge der Globalisierung und auch der Finanzkrise 2008. Seit dem zweiten Weltkrieg und auch dem Fall der Mauer ist sehr viel Zeit vergangen. Viele auf beiden Seiten des Atlantiks fühlen sich betrogen. Man hat den Eindruck, der Gesellschaftsvertrag funktioniert nicht mehr. Trump spielt mit solchen Gefühlen, ohne die Konsequenzen in Kauf zu nehmen.

Welt: Einige US-Kritiker sprechen gar von einer aufziehenden Tyrannei und meinen, die Demokratie drohe an ihrer Freiheit zugrunde zu gehen.

Kornblum: Daran glaube ich nicht. Trump ist immerhin das Ergebnis eines ausgeklügelten demokratischen Prozesses. Wir dürfen nicht nur die uns angenehmen Ergebnisse annehmen. Aber die klassischen Rezepte sind für eine Bevölkerung, die Krieg und Wirtschaftsdepression nicht kennt, nicht immer überzeugend. Wähler, die in einer stabilen Wirklichkeit leben, in der sie allerdings meinen, sie seien abgehängt worden, verstehen die Welt nicht mehr. Auf dem Konvent der Republikaner war frappierend zu sehen, wie hasserfüllt und verbittert Delegierte über die eigene Gesellschaft sprachen. Das hat mich mehr beunruhigt als die Person Trump. Er ist ein Phänomen, man muss sich mit ihm auseinandersetzen. Ich glaube nicht, dass er längerfristig eine große Rolle in der Politik spielen wird. Nicht weil er es nicht könnte, sondern weil es ihn nicht interessiert.

Welt: Könnte sich das politische System mit Trump an der Spitze erneuern? Francis Fukuyama spricht von einer "Vetokratie" im amerikanischen Kongress. Es werde dort seit Jahren keine Politik gemacht, sondern Politik verhindert.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 25. 07. 2016 zu Ende.

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PSYCHIATER  IM  INTERVIEW

 

Wie können wir mit der Angst vor Terror noch normal leben?

 

Alain Mercuel ist Psychiater an der Pariser Nervenklinik Sainte-Anne. Er arbeitet seit 20 Jahren in Frankreichs Notfallzentrale für Attentatsopfer. Im Interview mit FOCUS erzählt er von seinen Erlebnissen und erklärt, warum wir trotz der Angst vor Terrorismus normal weiterleben müssen.

Von FOCUS-Autorin Tanja Kuchenbecker

FOCUS: Wie sehr haben die Attentate von Paris und Nizza die Franzosen verunsichert?

Alain Mercuel: Die Anschläge haben eine kollektive Angst ausgelöst, eine Gruppenreaktion, die bei jedem Attentat wieder auflebt. Kleinigkeiten reichen aus, um uns nervös zu machen. Eine zurückgelassene Tasche oder ein herrenloser Koffer können heute viele Menschen in Furcht versetzen. Nach der Todesfahrt von Nizza werden sich wohl viele Landsleute erschrecken, wenn sie einen Lastwagen durch die Stadt rasen sehen.

FOCUS: Wann ist Angst noch gesund, wann krankhaft?

Mercuel: Die kollektive Angst vor einem Anschlag ist allein noch keine Pathologie. Krankhaft wird die Furcht erst, wenn Menschen ihr bisheriges Leben nicht mehr weiterführen können. Jemand, der sich aus Angst vor Attentaten im Haus verkriecht, ist krank. Andererseits kann die Furcht auch positive Effekte haben, etwa die Rückbesinnung auf die eigene Familie, die man womöglich lange vernachlässigt hat. Unter dem Eindruck solch massiver Ereignisse konzentrieren sich Menschen auf Dinge, die ihnen wirklich wichtig sind. Wichtig erscheint es mir, mit den eigenen Kindern sprechen, ihnen zu erklären, dass es böse Menschen gibt, die Leid verüben wollen, aber auch, dass wir alles tun werden, um sie zu beschützen.

"Wir müssen unser Leben weiterleben"

FOCUS: Kann die Angst ein ganzes Land verändern und blockieren?

Lesen Sie hier den Beitrag aus FOCUS Online vom 24. 07. 2016 zu Ende.

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ERDOGAN-ANHÄNGER  IN  DEUTSCHLAND

 

"Wir rotten Euch aus, verbrennen Euch"

 

Auch in Deutschland attackieren Erdogans Anhänger Andersdenkende – Kurden, Aleviten, Gülen-Leute und Säkulare. Vor allem ein Verein, der der türkischen Regierung untersteht, macht gegen sie Stimmung.

Von ,

Wenige Tage nach dem Putschversuch in der Türkei preisen die Besucher einer kleinen Moschee in Berlin-Schöneberg ihren "büyük lider", den großen Führer Recep Tayyip Erdogan. Vor dem Gebetsraum hängt die türkische Flagge. "Ich finde es absurd, dass der Zustand in der Türkei nun mit einer Diktatur gleichgesetzt wird", beschwert sich Yussuf, ein junger Mann. "Hunderte Menschen haben die Putschisten brutal ermordet. Und wer wird nun als großer Übeltäter dargestellt? Erdogan! Dabei hat er die Demokratie gerettet!" Die Frage nach der Säuberungswelle des AKP-Regimes wird seither mit einer abwinkenden Handbewegung beantwortet. Besondere Zeiten, heißt es, erforderten eben besondere Maßnahmen.

Die Hinterhof-Moschee gehört zur Türkisch-Islamischen Union (Ditib), in der 900 Moscheevereine zusammengeschlossen sind. Ditib ist eigentlich ein deutscher islamischer Verein – der aber dem Religionsministerium in der Türkei unterstellt ist. Die großen deutschen Islamverbände haben den Putschversuch in der Türkei scharf verurteilt und ihre "Solidarität mit den Menschen in der Türkei und der Demokratie" bekundet.

Doch seit der Niederschlagung des Putsches und Erdogans Säuberungswelle hüllen sich die Verbände in Schweigen. Und äußern sie sich doch, dann rabiat. Ein Aushang einer Ditib-Moschee etwa in Hagen forderte "Vaterlandsverräter" auf, draußen zu bleiben. In Gelsenkirchen belagerten am vorigen Wochenende rund 150 Erdogan-Anhänger über Stunden einen Jugendtreff der Gülen-Bewegung und warfen Fensterscheiben ein.

Tausende gingen auf die Straßen und riefen "Allahu akbar". "Die Konflikte in der Türkei zeichnen sich sehr deutlich auch in Deutschland ab", sagt Susanne Schröter, Direktorin des Forschungszentrums Globaler Islam der Goethe-Universität in Frankfurt. "Kurden, Aleviten und Gülen-Anhänger werden beschuldigt, Jugendliche haben randaliert."

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WAHHABISMUS

 

Özdemir sieht Saudi-Arabien als Quelle des Terrors

 

Für Grünen-Chef Özdemir ist die islamische Lehre Saudi-Arabiens die Wurzel des Terrorismus. Gleichzeitig richtet er scharfe Worte an türkische Nationalisten – und warnt vor einer türkischen Pegida.

Grünen-Chef Cem Özdemir sieht Saudi-Arabien als Quelle des weltweiten Terrors. Özdemir sagte der "Bild am Sonntag", die Wurzel des Übels sei der saudische Wahhabismus. "Egal, ob Isis, al-Qaida oder Boko Haram – alle fundamentalistischen Sekten haben ihr ideologisches Zentrum im Wahhabismus, der von Saudi-Arabien aus in die Welt getragen wird. 90 Prozent der islamischen Lehre in Saudi-Arabien sind identisch mit der Lehre der Isis-Terroristen."

Özdemir forderte die Bundesregierung und andere westliche Regierungen auf, ihr Verhältnis zu dem Land zu überdenken: "Anstatt Saudi-Arabien als Partner zu betrachten, wohin wir Waffen liefern, muss der Westen endlich die Gefahr, die durch die weltweite Ausbreitung dieser besonders extremen Auslegung der islamischen Religion auch für die bei uns lebenden gemäßigten Muslime ausgeht, sehen und aufhören wegzuschauen."

Özdemir warnt vor türkischer Pediga in Deutschland

Zudem warnte Özdemir in der Zeitung vor radikalen türkischen Nationalisten in Deutschland. "Es gibt leider auch eine Art türkische Pegida in Deutschland, die wir genauso behandeln müssen wie die uns bekannte", sagte er. Özdemir warf der deutschen Politik vor, dieses Problem nicht ernst genug zu nehmen. "Es ist Konsens in Deutschland, dass AfD oder Pegida am Rande der Gesellschaft stehen, und sie nicht normale Gesprächspartner sind. Aber für radikale Türken gelten diese Maßstäbe nicht."

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 24. 07. 2016 zu Ende.

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DEMOKRATIE  IN  GEFAHR

 

Dem Westen droht ein Aufstand der Abgehängten

 

Wer nicht mithalten kann in Systemen, die auf Leistung beruhen, wendet sich irgendwann gegen deren Eliten. Donald Trump ist der Anführer einer Revolution gegen die Internationale der Privilegierten.

Von Korrespondent für Politik und Gesellschaft

Soll niemand sagen, er sei nicht gewarnt worden. Den heutigen Aufstand gegen die Eliten hat der britische Soziologe Michael Dunlop Young vor etwas mehr als 50 Jahren vorhergesagt – freilich erst für das Jahr 2034. Young nannte seinen Roman "The Rise of the Meritocracy" – der Aufstieg der Meritokratie.

Seiner Meinung nach würde die Zuteilung von Lebenschancen einzig auf der Grundlage von "merit" – also Intelligenz und Kompetenz – zur Herrschaft einer selbstgerechten Elite führen, die gerade deshalb unerträglich wäre, weil sie mit gutem Gewissen ausgeübt würde.

Die neue Klasse wäre – anders als in früheren Herrschaftsformen – nachweislich intelligenter und leistungsfähiger als die Unterschichten. Den Abgehängten aber bliebe eine Waffe gegen die Leistungsträger: die Demokratie.

Unsere meritokratische Gesellschaft, so Young, ist die erste, die dank allgemeiner Schulpflicht – und erst recht mit Gemeinschafts- und Gesamtschulen – jedem Einzelnen vor Augen führt, wo er in der Hierarchie des Könnens und Leistens steht. Wer trotz "Kuschelpädagogik" und Förderprogrammen das Klassenziel verfehlt, bekommt als Kind und Jugendlicher tagtäglich bescheinigt, dass sein Platz unten ist.

Du bist selbst schuld, wenn du es nicht schaffst

Nicht, weil er kein Aristokrat ist oder Bourgeois; nicht, weil sein Dialekt oder sein Geschlecht, seine Religion oder Rasse gegen ihn sprechen. Sondern weil ihm die Intelligenz oder der Leistungswille fehlen, die, so suggerieren es Hollywood, die Politik und die Lehrer, die Schlüssel seien, die ihm die Welt seiner Träume aufschließen, und die ja anderen Menschen diese Welt tatsächlich aufschließen. Jede Aufstiegsgeschichte zeigt ihm: Du bist ja selber schuld, dass du unten bist.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 23. 07. 2016 zu Ende.

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DONALD  TRUMPS  PSYCHE

 

"Er könnte zum Ende der Zivilisation führen"

 

Keine Wärme, nur Selbstverliebtheit. Hang zur Lüge, ohne Reue. Freude am Risiko, ohne die Folgen zu bedenken. Ist das der Charakter des nächsten US-Präsidenten? Eine Analyse von Donald Trumps Psyche.

Von , Cleveland

Es war die große Woche des Donald J. Trump. Eigentlich. Die Woche, in der ihn seine Partei feierlich krönte. In der Trump in einen der exklusivsten Klubs der USA eintrat, den Klub der Nominierten der großen Parteien. Und was macht Trump? Er verzettelt sich in Scharmützeln. Am Montag etwa redet auf dem Parteitag die Mutter eines Sicherheitsbeamten, die ihren Sohn beim Terrorangriff auf das US-Konsulat in Bengasi verlor.

Es ist ein bewegender Moment. Aber Trump hat nichts Besseres zu tun, als beim TV-Sender Fox News anzurufen. Die unterbrechen dafür die Live-Berichterstattung. Was Trump wollte? Ach so, nur sich auslassen darüber, dass Ohios Gouverneur John Kasich nicht auf den Parteitag kommen will.

Am selben Tag empört sich Trump auch auf Twitter über ein Expertenpanel auf CNN. Es ist sein großer Moment in Cleveland – doch der republikanische Kandidat für das mächtigste Amt der Welt bleibt kleingeistig und nachtragend.

Es ist viel geschrieben worden über Trumps Hardliner-Positionen. Viele seiner Fans sehen ihn dennoch als Pragmatiker, der in der Lage ist, Kompromisse zu schließen. Sie glauben, seine Positionen seien nur Maximalforderungen, die verhandelbar sind. Was aber nicht verhandelbar ist, sind seine Charakterzüge, seine Psyche. Und die ist auf eine geradezu atemberaubende Weise ungeeignet, das Amt des US-Präsidenten auszufüllen. Das hat sich auch in der Parteitagswoche gezeigt.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 22. 07. 2016 zu Ende.

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SCHLESWIG-HOLSTEIN

 

Schafft Gott es in die Landesverfassung?

 

Der Kieler Landtag muss über einen Gottesbezug in der Landesverfassung entscheiden. Die Abgeordneten tun sich schwer: Der Glaubensschwund macht das Verhältnis von Staat und Religion hoch kompliziert.

Von Politikredakteur

Im Bundesrat hat Gott die Mehrheit: Nimmt man alle Bundesländer, in deren Verfassungen ein Gottesbezug steht, und zählt ihre jeweiligen Stimmen in der Länderkammer zusammen, so kommt man auf 39 Stimmen. Das ist die Mehrheit im Bundesrat.

Aber dazu kommt es nur, weil vor allem große Länder mit vier oder sechs Bundesratsstimmen ihre Verfassung analog zum Grundgesetz in "der Verantwortung vor Gott" beschlossen haben. Die reine Zahl dieser Bundesländer, zu denen Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gehören, beträgt nur sieben.

Hingegen erwähnen neun Länder Gott nicht. Doch dieses Zahlenverhältnis kann sich zu Gottes Gunsten am Freitag ein wenig verschieben. Dann entscheidet der Kieler Landtag, ob Schleswig-Holstein anders als bisher Gott in der Landesverfassung erwähnen soll.

Kirchen, Juden und Muslime fordern Gottesbezug

Zu der Debatte ist es gekommen, weil viele Menschen zwischen Nord- und Ostsee mit der Verfassungsreform von 2014 nicht zufrieden waren. Damals kam zwar eine lange Liste in die Präambel – bestehend aus Menschenrechten sowie Gemeinschaft, Frieden, Gerechtigkeit, Demokratie, Freiheit, Toleranz und Solidarität sowie der Nachhaltigkeit und dem Vereinten Europa. Aber da müsse auch Gott hinein, meinten nicht nur die christlichen Kirchen, nicht nur Juden und Muslime , sondern auch der ehemalige Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU).

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 22. 07. 2016 zu Ende.

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US-PRÄSIDENTSCHAFTSBEWERBER

 

Trump lobt Erdogan für Umgang mit Putschversuch

 

Donald Trump hält Erdogans Umgang mit dem Putschversuch für lobenswert. Kritik an den Vergeltungen kommt für ihn nicht infrage. Die USA stünden selbst schlecht da, wenn es um Bürgerrechte gehe.

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump will im Falle eines Wahlsieges keinen Druck auf die Türkei oder andere autoritäre Verbündete machen, falls diese politische Gegner ausschalten oder Bürgerrechte einschränken.

Die USA müssten zunächst ihre eigenen Probleme lösen, sagte Trump am Mittwoch in Cleveland der "New York Times" .

"Sehen Sie, was in unserem Land passiert", sagte Trump, der am Dienstag auf einem Parteitag der Republikaner zu deren Präsidentschaftskandidat gewählt worden war. "Wie sollen wir Vorträge halten, wenn Menschen Polizisten kaltblütig erschießen?"

Rechtsstaatlichkeit oder westliche Standards in der Justiz

Trump äußerte sich sehr lobend über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan . "Ich zolle ihm große Anerkennung, dass er in der Lage war, das herumzudrehen", sagte er. Auf die Frage, ob Erdogan die Situation nicht ausnutze, um sich seiner politischen Gegner zu entledigen, antwortete Trump, dass er den türkischen Führer nicht dazu aufrufe, Rechtsstaatlichkeit oder westliche Standards in der Justiz einzuhalten.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 21. 07. 2016 zu Ende.

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