header

Interviews

WELTWIRTSCHAFTSFORUM

 

Davos-Begründer rechnet mit dem Kapitalismus ab

 

Topmanager und Staatschefs diskutieren in Davos die Probleme der Welt. Für die Wirtschaftselite könnte das Treffen ungemütlich werden.

Von Ileana Grabitz

Zwei düstere Jahre lang hatten die Sorgen um die globale Wirtschaftskrise die Gespräche beim Jahrestreffen der Wirtschaftselite in Davos dominiert; 2011 aber standen die Zeichen endlich auf Aufbruch: Als sich vor ziemlich exakt einem Jahr die mächtigsten Vertreter aus Politik und Wirtschaft auf den Weg in den Graubündner Luftkurort machten, um dort über die Lage der Weltwirtschaft zu diskutieren, war die Stimmung – wohl auch dank überwiegend gut gefüllter Auftragsbücher – so gut wie seit Jahren nicht mehr.

Entsprechend euphorisch rief der Gründer des Weltwirtschaftsforums (WEF), Klaus Schwab, dazu auf, den entspannten Moment möglichst produktiv zu nutzen: Nachdem man sich angesichts der Rezession zuletzt vorwiegend mit akutem Krisenmanagement befasst habe, sagte der 73-Jährige, sei es nun die Aufgabe, die neue Komplexität richtig zu erfassen.

Im zweiten Schritt gehe es darum, „nach Lösungen zu suchen, die die Probleme nicht isoliert, sondern in Gesamtzusammenhängen betrachten.“ Allein: Die Ereignisse des vergangenen Jahr nähren mehr denn je Zweifel, dass die Welt diesem Ziel auch nur ein Stück näher gekommen ist. Wenn sich ab Mittwoch die globale Elite abermals in dem kleinen Schweizer Skiort einnistet, wird die Rückkehr der Krisenstimmung nicht zu übersehen sein.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 25. 01. 2012 zu Ende.

Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion des WELT Online. Weitere interessante Beiträge aus Politik, Gesellschaft und Religion unter www.welt.de

„WIR KÄMPFEN; WIR EROBERN“

 

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Islamisten-Rapper

 

Weil Denis C. in seinen Liedern zum "Heiligen Krieg" aufruft, wird nun gegen ihn ermittelt. Der Rapper hält Osama Bin Laden für "den schönsten Märtyrer dieser Zeit".

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den islamistischen Rapper Denis C. alias "Abu Talha" wegen Volksverhetzung eingeleitet. Dies bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin auf Nachfrage von "Welt Online: "Ja, ein Ermittlungsverfahren gegen Herrn C. läuft."

Der ehemals als "Deso Dogg" bekannt gewordene Rap-Musiker Denis C. engagiert sich seit einigen Jahren in der islamistischen Szene als Prediger und Sänger sogenannter "Nashids", Acapella-Lieder mit religiösem Inhalt. Die deutschsprachigen Songs des 36-jährigen Berliners werden u.a. auf der Videoplattform YouTube verbreitet. Bei den Liedern bestehe laut Staatsanwaltschaft der Verdacht des volksverhetzenden Inhalts.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 24. 01. 2012 zu Ende.

Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion des WELT Online. Weitere interessante Beiträge aus Politik, Gesellschaft und Religion unter www.welt.de

STUDIE IN DEUTSCHLAND

 

Jeder Fünfte ist „latent judenfeindlich“

 

Judenfeindlichkeit galt lange als Randphänomen. Ein Expertengremium kommt jetzt aber zu dem erschreckenden Ergebnis: Antisemitismus ist mitten in der deutschen Gesellschaft vorhanden. Jeder fünfte Deutsche gilt zumindest als latent judenfeindlich.

Judenfeindliche Einstellungen sind nach Einschätzung von Experten in „erheblichem Umfang“ bis in die Mitte der deutschen Gesellschaft hinein verankert. Bei etwa einem Fünftel der Bevölkerung gebe es einen latenten Antisemitismus. Zu diesem Ergebnis kommt der am Montag in Berlin vorgestellte Antisemitismusbericht, den ein unabhängiges Expertengremium zum ersten Mal im Auftrag des Bundestages erstellte. Die Wissenschaftler forderten die Politik auf, entschlossen Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

„Antisemitismus in unserer Gesellschaft basiert auf weit verbreiteten Vorurteilen, tief verwurzelten Klischees und auf schlichtem Unwissen über Juden und das Judentum“, sagte der Wissenschaftler Peter Longerich. Die Verbreitung des Gedankengutes – insbesondere über das Internet – sei kaum zu verhindern.

Lesen Sie hier den Beitrag aus FOCUS Online vom 23. 01. 2012 zu Ende.

Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion des FOCUS Online. Weitere interessante Beiträge aus Politik, Gesellschaft und Religion unter www.focus.de

TERROR IN NIGERIA

 

Christenjäger töten weiter

 

Noch sind die Opfer der Anschlagserie vom Freitag nicht gezählt, da setzen Nigerias Terroristen das Morden fort. Bewaffnete haben Kirchen angegriffen, mindestens elf Menschen starben.

Bei den Unruhen im muslimischen Norden Nigerias sind erneut Sprengsätze in zwei christlichen Kirchen explodiert. Im Bundesstaat Bauchi starben in der Nacht zum Sonntag elf Menschen bei bewaffneten Angriffen auf zwei Kirchen und auf Polizisten. Hintergrund seien vermutlich auch Stammesrivalitäten, sagte der Polizeichef von Bauchi. Den Angaben zufolge waren ein katholisches und eine evangelikales Gotteshaus Ziele der Attacken. Zur Identität der Angreifer äußerte sich der Sprecher zunächst nicht.

Ein Arzt im größten Krankenhaus der Stadt Kano sagte indes, bei den dortigen schweren Unruhen vom Freitagabend seien vermutlich etwa 250 Menschen getötet worden. Zuvor war von mehr als 160 Todesopfern die Rede gewesen. Die Polizei, die das Ausmaß der Anschläge in der Millionenstadt zunächst heruntergespielt hatte, sprach von 120 Toten.

Bei einer Attacke auf eine Bank gegenüber einer Polizeiwache in der Stadt Tafawa Balewa sollen am Sonntag nach offiziellen Angaben zudem mindestens zehn weitere Menschen gestorben sein. Ein christlicher Stammesführer hatte zuvor von neun Todesopfern gesprochen, die von muslimischen Kämpfern durch Handgranaten und Schüsse getötet worden seien.

Lesen Sie hier den Beitrag aus FOCUS Online vom 22. 01. 2012 zu Ende.

Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion des FOCUS Online. Weitere interessante Beiträge aus Politik, Gesellschaft und Religion unter www.focus.de

TERROR

 

Christenjäger stürzen Nigeria ins Chaos

 

Die Sekte rekrutiert ihre Kämpfer im bettelarmen Norden Nigerias - und schickt sie auf Todesmissionen gegen Christen. Mindestens 120 Menschen starben bei den jüngsten Anschlägen der radikalen Boko-Haram-Gruppe. Längst hat sie weltweit Kontakte zu anderen islamistischen Terroristen geknüpft.

Hamburg - Die Terroristen tragen ihre Botschaft im Namen. "Boko Haram" bedeutet übersetzt in etwa "Die westliche Lehre ist Sünde". Unter diesem Motto macht die radikalislamische Sekte seit Jahren Jagd auf Christen, vor allem im Norden Nigerias. Am Freitag ließen Mitglieder der Vereinigung in der Millionenmetropole Kano Sprengsätze explodieren - mindestens 120 Menschen, so berichten lokale Krankenhäuser, kamen bei der straff durchgeplanten Anschlagsserie ums Leben. Ein BBC-Reporter berichtet sogar von mehr als 150 Toten.

Die Anschläge hatten unmittelbar nach den Nachmittagsgebeten begonnen. Unter anderem fuhr ein Selbstmordattentäter mit seinem Auto auf das Gelände des regionalen Polizeihauptquartiers und zündete seinen Sprengsatz. Die Wucht der Detonation war kilometerweit zu spüren. Sie riss das Dach des Gebäudes weg und zerstörte alle Fensterscheiben des Hauses. Ein Sprecher von Boko Haram erklärte, die Festnahme von Sektenmitgliedern sei der Grund für die Attentate gewesen.

Lesen Sie hier den Beitrag aus SPIEGEL Online vom 21. 01. 2012 zu Ende.

Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion des SPIEGEL Online. Weitere interessante Beiträge aus Politik, Gesellschaft und Religion unter www.spiegel.de

EUROVISION SONG CONTEST

 

Türkei streitet über jüdischen Sänger für Baku

 

Der bislang weitgehend unbekannte Musiker Can Bonomo aus Izmir soll für das Land in Baku auftreten. Vertreter des Islams kritisieren die Entscheidung scharf.

In der Türkei sorgt die Auswahl eines jüdischen Sängers als Vertreter des Landes beim Eurovision Song Contest in Baku für Diskussionen. Zahlreiche islamische Vertreter kritisierten die Entscheidung des für die Nominierung zuständigen Staatssenders TRT scharf. Sie bemängelten vor allem, dass die überwiegend muslimische Türkei beim Eurovisions-Wettbewerb von einem Juden vertreten werde.

Der bislang weitgehend unbekannte Musiker Can Bonomo kommt aus dem westtürkischen Izmir und bezeichnet sich als Angehöriger der sephardischen Juden, deren Vorfahren im 15. Jahrhundert aus Spanien nach Anatolien flohen.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 20. 01. 2012 zu Ende.

Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion des WELT Online. Weitere interessante Beiträge aus Politik, Gesellschaft und Religion unter www.welt.de

„GOLGOTA PICNIC"

 

Skandalstück in Hamburg empört Christen

 

Als „satanisches“, „gotteslästerliches“ Werk bezeichnen fundamentale Christen das Stück „Gólgota Picnic“. Regisseur Rodrigo García muss sich sogar Morddrohungen gefallen lassen. Nun holt das Hamburger Thalia Theater das Stück in die Hansestadt – und handelt sich reichlich Ärger ein.

Von FOCUS-Online-Redakteur Sebastian Heis

Die Leitung des Hamburger Thalia Theaters wusste, auf was sie sich einlässt, als sie „Gólgota Picnic“ auf den Spielplan setzte. Denn das Stück des argentinischen Regisseurs Rodrigo García, das am kommenden Montag als Gastspiel in der Hansestadt aufgeführt wird, hat bereits in Frankreich und Österreich heftigen Wirbel verursacht. Hunderte fundamentale Christen demonstrierten während der Aufführung des Stückes auf den Straßen in Toulouse, Paris und Graz. Sie trugen demonstrativ Kreuze durch die Stadt und wandten sich in Gebeten gegen die Inszenierung. Doch es blieb nicht nur bei friedlichen Kundgebungen. García bekommt ständig E-Mails mit massiver Kritik und sogar Morddrohungen.


Nun müssen sich auch die Verantwortlichen im Hamburger Thalia Theater mit heftiger, zum Teil menschenverachtender Kritik auseinandersetzen. Etliche E-Mails landen im Postfach. In Protestnoten wird das Theater aufgefordert, das Stück abzusetzen. Die Aufführung erfülle den Tatbestand der Volksverhetzung, betreibe Blasphemie und Pornografie, heißt es in den E-Mails. Formulierungen wie: „Was Sie da aufführen, ist wahrlich ein satanisches Werk!“ bezeichnet das Theater als relativ harmlos. Auch Drohungen sind an der Tagesordnung wie: „Bedenken Sie bitte auch, dass Gott Seiner nicht spotten lässt. Auf irgendeine Weise wird Er eine solche Beleidigung rächen, und wer weiß, wen diese Vergeltung dann trifft. Vermutlich alle, die daran beteiligt waren, aber vielleicht auch diejenigen, die dazu geschwiegen haben.“

Lesen Sie hier den Beitrag aus FOCUS Online vom 17. 01. 2012 zu Ende.

Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion des FOCUS Online. Weitere interessante Beiträge aus Politik, Gesellschaft und Religion unter www.focus.de

ÖKUMENE IN TRIER

 

Der "Heilige Rock" ist kein "Teufelsspuk" mehr

 

Die Wallfahrt zum "Heiligen Rock" ist ein riesiges katholisches Spektakel. Statt wie früher dagegen zu wettern, empfiehlt die evangelische Kirche die Teilnahme.

Von Gernot Facius, Bonn

So ändern sich die Zeiten. Martin Luther spottete über die „Bescheißerei von Trier“. Wallfahrten wie die zum „Heiligen Rock“ in Deutschlands ältester Stadt waren für ihn reiner „Teufelsspuk“. 500 Jahre später haben Luthers geistige Nachfahren dieses Urteil revidiert, ihre Vorbehalte schrumpfen auf ein Minimum zusammen.

Die Evangelische Kirche im Rheinland, zweitgrößte protestantische Landeskirche, ermuntert ihre Mitglieder zur Teilnahme an der Pilgerfahrt vom 13. April bis 5. Mai; sie folgt einer Einladung des Trierer katholischen Bischofs Stephan Ackermann. Präses Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der EKD, spricht von „einer Chance, den einen Herrn der Kirche, Jesus Christus, als die gemeinsame Mitte zu feiern“.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 16. 01. 2012 zu Ende.

Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion des WELT Online. Weitere interessante Beiträge aus Politik, Gesellschaft und Religion unter www.welt.de

US-VORWAHL-KAMPF

 

Amerikas religiöse Rechte unterstützt Romney-Rivalen

 

Die Evangelikalen scharen sich im Vorwahl-Kampf der US-Republikaner um Rick Santorum. Schlecht für Favorit Romney. Denn die Rechten haben Gewicht.

Die religiöse Rechte hat sich im US-Vorwahl-Kampf auf den ultrakonservativen Bewerber Rick Santorum als ihren Wunschkandidaten verständigt. Auf der Suche nach einer Alternative zu Mitt Romney, dem als vergleichsweise moderat geltenden Favoriten im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner, sicherten am Samstag 150 strenggläubige christliche Wortführer dem ehemaligen Senator von Pennsylvania ihre Unterstützung zu.

Die Einigung kam überraschend, da auch der fühere Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, und der Gouverneur von Texas, Rick Perry, in der Gruppe viel Sympathie genießen. Die Empfehlung kommt für Santorum gerade rechtzeitig: In einer Woche findet in South Carolina die dritte Vorwahl statt. Bei der letzten Präsidentschaftswahl vor vier Jahren bezeichneten sich in dem Bundesstaat etwa 60 Prozent der Wähler selbst als evangelikale Christen.

Lesen Sie hier den Beitrag aus WELT Online vom 15. 01. 2012 zu Ende.

Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion des WELT Online. Weitere interessante Beiträge aus Politik, Gesellschaft und Religion unter www.welt.de

Home | Impressum | Haftung